Mandatierungs-Dokument

Maklervertrag und -vollmacht gehören zu den grundlegenden Werkzeugen für Makler. Hier werden Rechte und Pflichten des Maklers gegenüber Kunde und Versicherer festgehalten. Auch an Klauseln zu den Themen Bestandsübertragung und Selbst-kontrahierung sollte gedacht werden.

Definition: Was ist eine Maklervollmacht und wozu wird sie benötigt?

Wer einen Versicherungsmakler beauftragt, kann diesem eine Maklervollmacht erteilen. Mit dieser Vollmacht ist es dem Makler dann möglich, die Versicherungsangelegenheiten des Kunden zu übernehmen. Durch die Maklervollmacht ist das sogenannte Außenverhältnis geregelt. Das bedeutet, dass festgelegt wird, welche Angelegenheiten und Erklärungen der Versicherungsmakler gegenüber Versicherungsunternehmen treffen kann. Die Versicherung muss die Entscheidung des Kunden, einen Makler mit den Aufgaben zu betreuen, akzeptieren.

Unterschied zum Maklervertrag

Der Maklervertrag, bzw. Maklerauftrag, regelt, im Gegensatz zur Maklervollmacht, das Innenverhältnis. Also jenes Verhältnis zwischen Versicherungskunden und Makler. In der Regel sind dort daher Regelungen über den Beginn und die Dauer des Maklerauftrags (Kündigungsmöglichkeiten), die konkreten Aufgaben des Maklers (Beratung und Vermittlung des passenden Versicherungsschutzes und gegebenenfalls Betreuung) und des Kunden (Hinweispflicht bei Risikoänderung), die Vergütung des Maklers (Brutto- oder Nettopolice) sowie, soweit gesetzlich zulässig, Haftungs- und Verjährungseinschränkungen festgelegt.

Vor- und Nachteile einer Maklervollmacht

Der Vorteil an der Beauftragung eines Versicherungsmaklers ist, dass der Kunde einen einzigen Ansprechpartner für die unterschiedlichen Versicherungen hat. Außerdem ermöglicht eine solche Vollmacht eine schnelle Handlung, wenn beispielsweise Fristen eingehalten werden müssen. Der Versicherungsmakler kann für den Versicherten Verträge beispielsweise fristgerecht kündigen, umstellen, oder notwendige Änderungen einfach und unkompliziert im Sinne des Versicherten veranlassen.

 

Dies mag für manche auch nachteilig klingen, denn der Makler hat in diesem Zusammenhang einen großen Handlungsspielraum gegenüber den Versicherungen des Kunden. Allerdings muss der Makler den Kunden über jeden Schritt, den er unternimmt informieren. Wenn sich Veränderungen ergeben, die der Versicherte als Nachteil empfinden könnte, tritt der Makler mit dem Versicherten in Kontakt.

Rechte & Pflichten eines Maklervertrages

Ein Versicherungsmakler, dem eine Maklervollmacht erteilt wurde, darf genau festgelegte Aufgabenbereiche für den Versicherten übernehmen. Diese sind in der Vollmacht, die der Kunde unterschreiben muss, festgelegt. Handelt er über diese Befugnisse hinaus, kann der Versicherungsnehmer sein Recht auf Schadenersatz geltend machen.

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